Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen (NMI)  

(Petasites)

In den letzten Jahrzehnten haben sich Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen in all ihren verschiedenen Ausprägungen zu echten Volkskrankheiten entwickelt. Vielleicht kennen Sie das selbst, dass es Ihnen nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel wie Milch, Eiprodukten, Nüssen, Rotwein oder Weizen nicht gut geht. Oder Sie leiden alljährlich unter Heuschnupfen oder können keine Haustiere halten, weil Sie eine Tierhaarallergie haben.  

Was sind Allergien eigentlich?  

Allergien sind weltweit verbreitet, interessanterweise gehäuft in hoch entwickelten Industrieländern mit „westlichem“ Lebensstil. Eine allergische Reaktion ist generell nichts anderes als eine Überreaktion des Immunsystems. Unser Immunsystem wird aktiv, sobald unser Körper mit einer fremden Substanz (Allergen) in Kontakt gerät und bekämpft diese Allergene. So wird unser Organismus vor Krankheitserregern geschützt. Bei einer allergischen Reaktion bekämpft der Körper völlig überschießend harmlose Substanzen und dann auch eigene Strukturen.  

Jeder Stoff kann eine allergische Reaktion auslösen, besonders häufig sind Allergien auf eine bestimmte Pollenart, ein Nahrungsmittel, Tierhaare, Kosmetika, Nickel, Hausstaub, Bienen- oder Wespengift. Echte Nahrungsmittelallergien können auf Nüsse, Erdbeeren oder Meeresfrüchte auftreten.  

Welche Symptome kann eine Allergie haben? 

Allergien können mit sehr unterschiedlichen Symptomen einhergehen, zum Beispiel Schnupfen mit rinnender Nase und Niesen, juckenden und brennenden Schleimhäuten (Augen, Nase, Ohren, Mund), Hautausschlägen mit Juckreiz und Quaddeln, Magen-Darm-Beschwerden oder allergischem Asthma mit Atemnot.  

Nahrungsmittelunverträglichkeit/-intoleranz und Allergien – ist das dasselbe? 

Bei einer Nahrungsmittelintoleranz (NMI) ist Ihr Körper nicht in der Lage, bestimmte Bestandteile der Nahrung zu verdauen oder zu verwerten, weil ihm beispielsweise ein notwendiges Enzym fehlt. Es kommt jedoch im Unterschied zu Allergien zu keiner Überreaktion des Immunsystems. NMI sind häufig und werden von den Betroffenen oft als sehr einschränkend im Alltag empfunden. Die Symptome reichen von Verdauungsbeschwerden aller Art über Kopfschmerzen und Hauterscheinungen. Auch immer wieder auftretende Müdigkeit kann von einer NMI ausgelöst werden. 

Darmgesundheit und Leaky-Gut-Syndrom 

Nach Ansicht der Naturheilkunde hängt das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom (= „undichter Darm“) stark mit NMI und Darmgesundheit zusammen. Bitte beachten Sie, dass die Schulmedizin das Leaky Gut nicht anerkennt, nach den Erfahrungen der Naturheilkunde gibt es jedoch deutliche Hinweise auf das Vorhandensein eines Leaky Gut. Von einem Leaky Gut spricht man dann, wenn die Schutzbarriere der Darmwand nicht intakt ist. So können unverdaute Nahrungsbestandteile durch die geschädigte Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. Dadurch kann eine Immunreaktion (Entzündung) ausgelöst werden und der Körper reagiert mit allergieähnlichen Symptomen. 

Welche NMI gibt es? 

Eine der häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist eine Laktoseintoleranz, bei der Ihrem Körper das Enzym Laktase fehlt, dass die Laktose (Bestandteil der Milch) aufspaltet. Bei einer Histaminunverträglichkeit kann es nach dem Verzehr von histaminreichen Nahrungsmitteln wie beispielsweise Hartkäse, geräuchertem Fleisch, Sauerkraut, Essig, alkoholischen Getränken oder schwarzem Tee zu Beschwerden im Verdauungstrakt oder anfallsartige Hautrötungen im Gesicht kommen. Auch eine gestörte Darmflora (Dysbiose) kann nach Ansicht der Naturheilkunde zu klinisch relevanten Histaminkonzentrationen im Darm und den Symptomen einer Histaminose führen. Eine Fruktoseintoleranz und eine Sorbitintoleranz sind weitere häufige NMI.  

Zöliakie, Glutenintoleranz oder Glutensensitivität? 

Diese Begriffe werden in jüngster Zeit häufig diskutiert. Der Stoff, um den es geht, ist Gluten, ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten vorkommt, vor allem in Weizen, Roggen oder Dinkel. Bei der Zöliakie handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich durch den Kontakt mit Gluten Antikörper bilden. Dadurch wird die Darmschleimhaut zerstört und es kann zu Entzündungen und Mangelerscheinungen kommen. Bei der Glutenintoleranz- oder sensitiviät macht der Verzehr von Gluten auch Schwierigkeiten, es liegt aber keine Autoimmunerkrankung wie bei der Zölikakie vor. Die Beschwerden sind meist milder ausgeprägt. In der Naturheilkunde wird auch ein Zusammenhang zwischen Glutenintoleranzen und der Hashimoto-Thyreoiditis diskutiert.                                       

Wie kann ich Sie bei Allergien oder NMI unterstützen? 

Im Rahmen einer ausführlichen Anamnese erfasse ich all Ihre Beschwerden und eventuellen Vorerkrankungen. Falls erforderlich, veranlasse ich in Absprache mit Ihnen eine Stuhl-, Speichel- und Blutanalyse. Das Ziel meiner naturheilkundlichen Behandlung ist es, Ihnen trotz Allergien und NMI ein möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Dazu erarbeiten wir gemeinsam eine individuell an Ihre Lebensumstände angepasste Therapie, die sich verschiedener Ansätze der Naturheilkunde bedient. Ich habe in meiner Praxis beispielsweise mit einer Darmsanierung oder Ernährungsberatung gute Erfahrungen gemacht. 

Sind Sie unsicher, ob Ihre Beschwerden durch eine Allergie oder NMI ausgelöst sein könnten? Möchten Sie mehr zum Leaky-Gut-Syndrom erfahren? Gerne berate ich Sie in einem persönlichen Gespräch.